TORII

Wenn Sie in den Japanischen Garten gehen, treten Sie durch ein traditionelles japanisches Tor oder Torii (鳥居). In der japanischen Tradition bieten die Torii Zugang zu einem Shintō-Altar oder einer Jinja (神社). Wenn man einen Shintō-Altar betritt, sieht man oft einen oder mehrere Toriis, die auch als Wege der Götter bezeichnet werden. Deshalb werden die Torii auch als Übergang vom Gewöhnlichen zum Heiligen gesehen.

Im japanischen Garten bedeuten die Torii den Übergang vom gewöhnlichen Hasselt in die schöne Welt des japanischen Gartens.

jt

FRIEDENSGLOCKE

Die Friedensglocke wurde im Oktober 2016 als bleibende Erinnerung an die 150-jährigen diplomatischen Beziehungen zwischen Belgien und Japan, die in diesem Jahr gefeiert wurden, eingeweiht.

Die Glocke erinnert auch an die Opfer, die beim Einsatz der Atombomben von Hiroshima und Nagasaki gefallen sind und an den allgemeinen Wahnsinn des Krieges. Läuten Sie deshalb einfach im Namen des Friedens!

jt

JINJA

Gegenüber der Friedensglocke befindet sich ein Shinto-Altar oder eine Jinja (神社). In einem kleinen Format wie dem unseren befinden sie sich häufig entlang japanischer Straßen. Nach traditioneller Überzeugung lebt in der Jinja ein Gott oder Kami (神). Die Japaner halten für einen Moment inne, verneigen sich, klatschen in die Hände, spenden Wechselgeld und danken oder wünschen den Göttern etwas. In Japan sind die Shinto-Altäre für wichtige Götter sehr groß und werden manchmal mit buddhistischen Tempeln kombiniert.

Im japanischen Garten fließt das gesammelte Geld in wohltätige Zwecke.

jt

TEE HAUS

Das Jyushoan-Teehaus (寿松庵) befindet sich auf einem der künstlichen Hügel im japanischen Garten. Die künstlichen Hügel selbst repräsentieren die Berge Japans. Im Zen-Buddhismus wird großer Wert auf die Teezeremonie und die Architektur des Teeraums gelegt. Ursprünglich war die Teestube als separater Raum zum Haus (kakoi), später als separate Hütte (söan) im umgebenden Naturgebäude, bekannt als "sukiya" - wörtlich "Aufenthaltsort des Geschmacks", gebaut worden.

Das Teehaus erinnert an ein Wohnzimmer in einem abgelegenen alten Bauernhaus aus dem 17. Jahrhundert: Es ist einfach, streng und halbdunkel. Dieses Interieur wurde für das Teehaus aufgrund seines Minimalismus ausgewählt, damit sich die Menschen während der Teezeremonie auf den Tee konzentrieren können und nicht abgelenkt werden. Die Wände sind hauchdünn, um das Gefühl zu erzeugen, dass die Menschen mitten in der Natur sitzen, wo Sie die Vögel zwitschern und das Rascheln der Blätter im Wind hören können. Die Eingangstür ist schmal und niedrig und symbolisiert somit die strikte Trennung zwischen der weltlichen Umgebung und dem Sakralraum des Innenraums.

Neben dem Teehaus befindet sich ein Tsukubai (蹲踞), ein Steinwaschbecken, in dem die Teilnehmer der Teezeremonie zunächst symbolisch ihren Körper und Geist reinigen.

Daneben steht eine Steinlaterne von Oribe (織部焼). Der Name Oribe bezieht sich auf Furuta Oribe, eine im Mittelalter lebende Großmutter der Teezeremonie. Zu Ehren dieses Großmeisters gibt es eine Steinlaterne bei uns.

jt

EMA

Ema (絵馬) sind kleine Bilder, mit denen shintoistische und buddhistische Rituale in Japan Wünsche niederschreiben. In der Vergangenheit wurden die Ema hauptsächlich von japanischen Bauern benutzt, um Regen während der Dürre zu wünschen. Jetzt werden die Ema hauptsächlich bei Sonderveranstaltungen von Japanern eingesetzt, um ihre Wünsche mitzuteilen. Die Ema werden an einem shintoistischen Altar aufgehängt, auf dem die shintoistischen Götter oder Kami residieren. Nachdem die Wünsche niedergeschrieben wurden, werden sie zu einem anderen besonderen Anlass rituell verbrannt. Das Verbrennen der Wünsche symbolisiert die Befreiung des Wunsches, damit er in den Himmel und damit zu den Göttern gelangen kann.

Im japanischen Garten werden die Wünsche der Besucher zu Beginn des Sommers während des Tanabata-Festivals oder des Festivals der Wünsche gesammelt und dann während des Kikumatsuri-Festivals oder des Obonmatsuri verbrannt.

jt

AZUMAYA

Am Ausgang des Gartens finden Sie die Azumaya (東屋). Dies ist ein typischer Sommerpavillon. Es schützt Sie vor heißer Sonne oder kaltem Regen und wurde nach traditionellen japanischen Regeln gebaut. Der Azumaya darf keine Wände haben (damit der Wind leicht durchblasen kann), muss asymmetrisch sein (weil symmetrische Konstruktionen nur für wichtige Gebäude gelten) und darf nicht auf vier Säulen ruhen (weil nur Tiere auf vier Beinen laufen).

jt